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Paohlbürger

Sehr geehrter Besucher,

hier finden Sie einige Links zu Seiten, in denen der Begriff “Paohlbürger” umschrieben wird.

Es handelt sich demnach um einen bodenstämmigen, fest im Münsterland verwurzelten Ur-Westfalen. Das ‘Wörterbuch des Münsterländer Platt’ übersetzt den Begriff Paolbüörger darum treffend mit “Alteingesessener”.

Eine Deutung des Wortes “Paohlbüörger”, das sich aus “Paohl” (= Pfahl) und “Büörger” (=Bürger) zusammensetzt, besagt, dass die ersten Siedlungshäuser Pfahlbauten an der münsterschen Aa waren. Paohlbürger sind demnach die “Ureinwohner” Münsters. Familien, die seit vielen, vielen Generationen im Münsterland und in Münster ansässig sind.

In meiner “alten Heimat”, Mesum (Rheine), bedeutete es, dass man vor dem Haus einen Paohl hatte, an dem man sein Pferd anbinden konnte. Da sich nur wenige ein Pferd leisten konnten, waren damit wohl die Reichen des Dorfes gemeint.

Kennen Sie weitere Deutungen des Begriffes, dann schicken Sie mir bitte eine E-Mail.

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Pfahlbürger - aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Pfahlbürger (auch Schutzbürger, westf. Pohlbürger) ) wurden im frühen und Hoch-Mittelalter diejenigen Bürger genannt, die zwar außerhalb der Stadtmauern, jedoch innerhalb der aus Palisaden (Pfählen) und Gräben bestehenden Außenwerke und der Bann- und Gerichtspfähle der Stadt lebten. Sie standen gewöhnlich unter dem Schutz und der Gerichtsbarkeit der Stadt, hatten hierfür jedoch eine eigene Steuer zu entrichten und Kriegsdienst zu leisten.

Der Begriff fand aber auch auf solche Bürger Anwendung, die unter Umständen außerhalb der genannten Befestigungen lebten, jedoch jährlich ihr Bürgergeld an die Stadt entrichteten und damit formal das Bürgerrecht besaßen.

Im 14. Jahrhundert wuchsen Städte häufig in der Weise, dass sie ganze Dörfer der adligen Landeigentümer in die Pfahlbürgerschaft aufnahmen und so eingemeindeten.

Vom 18. Jahrhundert an bekam der Ausdruck einen abwertenden Beiklang im Sinne von spießbürgerlich oder philisterhaft.

Daher wohl auch die Ansicht, das Wort sei verwandt mit dem Spießbürger; ursprünglich ein waffentragender Bürger, der seine Heimatstadt mit dem Spieß als Waffe verteidigen konnte.

Als Pohlbürger werden im nördlichen Westfalen heute auch Mitbürger bezeichnet, die seit vielen Generationen in einem Ort leben.

Die plattdeutsche Schreibweise ist 'Paolbüörger'.

 
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